Warum ich Neugeborene nicht mehr im Studio fotografiere

June 06, 2022  •  Kommentar schreiben

 

Warum ich Neugeborene nicht mehr im Studio fotografiere.

 

 

Zu sich zu finden ist eine lange Reise.

Es gab eine Zeit, da bin ich zu meinen Familien gefahren, mit meinem Posingbag, Posingbeans, allen möglichen Props, Hintergründen, einem Heizlüfter um die Babys zu fotografieren. Oder ich habe schon tags zuvor unser Zuhause auseinandergenommen um bei uns Fotos machen zu können. Es hat viele Anläufe gebraucht, viele Momente, in denen nichts funktionierte, wie ich es mir vorgestellt habe und viel Selbstreflexion und ich musste mir eingestehen, dass die "traditionelle" Neugeborenen Fotografie nichts für mich ist. Es entspricht einfach nicht meinem "Warum" und wie ich Menschen wahrnehme. 

 

Das Baby führt.

 
Das bedeutet, dass ich das Baby nicht mehr in irgendwelche Positionen lege, die es selbst so nicht einnehmen kann, um dann Stunden damit zu verbringen, es zu beruhigen, die Finger und den Kopf, die Füße perfekt in Linie zu bringen. Ja, für ihre Portraits lege ich sie auch mal auf ihren Bauch, aber ich posiere sie nicht mehr in der Art, wie klassische Neugeborenen Fotografen es im Studio machen. Keine Schüsseln, Schalen, Betten, Nester, Kartoffelsäcke .... .

 

MEINE GRÜNDE:

 

 

1. Ich finde, Babys sollten nicht über einen langen Zeitraum aus den Armen ihrer Eltern genommen werden.  Als meine Kinder auf die Welt kamen, wurden sie mir gleich auf den Bauch gelegt um dieses einzigartige Band zu schaffen...mein Mann hat sie nicht mehr aus dem Arm geben wollen. In der klassischen Neugeborenen Fotografie wird manchmal besprochen, dass man aufpassen muss, dass die Mama nicht in die Nähe kommt, sonst würde das Baby, wenn es die Brust bekommt, die Milch riechen, unruhig werden, Hunger bekommen und dann ist es erst einmal wieder vorbei mit dem entspannten Posing. Es gibt sogar Fotografen, die die Mama bitten den Raum zu verlassen. Und ja, es stimmt tatsächlich, aber es ist eben ein Instinkt, ein sehr wichtiger Instinkt und wie verrückt das eigentlich ist, zu versuchen das zu umschiffen nur um möglichst perfekte Posen zu bekommen. Als ich mir klarmachte, was hier eigentlich nicht stimmt, lag eigentlich alles auf der Hand. Sobald ein Baby unruhig wurde, war mein ursprüngliches Bedürfnis im Bauch immer das, es direkt seiner Mama zu geben, aber gelernt habe ich was anderes, erst mal versuchen, es selbst zu beruhigen.... aber ich habe da so ziemlich komplett gegen meine innere Überzeugung gearbeitet. Als ich mit meinem Sohn ins Krankenhaus musste, als er drei Wochen war, hörte ich ein Baby schreien, das allein auf der Station war und ich, mein Herz, und natürlich meine Hormone wollten sofort zu ihm hin, es in die Arme nehmen und trösten und beruhigen... es ergibt für mich einfach tatsächlich keinen Sinn ein Baby über längere Zeit auf einem Beanbag oder in einem hübschen Eimer haben, weg von seinen Eltern. Jetzt halte ich es so, dass die Babys die meiste Zeit in den Armen ihrer Eltern bleiben. Ihr seht, es war ein langer Weg der Erkenntnis und statt zu stoppen, habe ich einfach immer mehr Dekorationsmaterial gekauft, weil ich dachte, die Leere, die ich bei den Bildern fühle, kann ich nur kompensieren in dem ich sie besser ausstatte. Jetzt habe ich einen vollen Keller, bin ärmer und um so viel reicher.
 
2. Babys sind wunderschön, so wie sie sind. Wenn Babys sich strecken, räkeln, gähnen, den Rücken runden, wenn man sie für einen kurzen Moment auf den Bauch legt, dass sind alle diese Momente, die ich bei meinen Kindern mit großem Staunen und Entzücken stundenlang betrachten wollte. Das sind die Dinge, an die ich mich erinnern möchte. Wenn sie in ihr eigenes Pucktuch gewickelt waren, das ist so simpel und wunderschön. Nicht das Bild mit perfekt gelegten Händen und Fingerchen, weggewickelten Armen, ohne störende Fäuste vor dem Gesicht. Es gibt doch so früh so vieles was sie tun, wie sie sich bewegen und dieses ein Leben lang beibehalten. Wenn man sie in ihrer Bewegung einschränkt wird es nicht sichtbar. Aber was will man, was von den Bildern bleibt, eigentlich ist es doch die Einzigartigkeit und Persönlichkeit, die diese kleinen Menschen von Anfang an mitbringen. Eine zeitlang hab ich mir auch vorgehalten, warum ich meine eigenen Babys nicht schon so fotografieren konnte, sie so perfekt in Szene gesetzt habe und hey, was bin ich froh, dass ich es nicht getan habe. Eine Freundin nahm mal ihr Kind aus dem Arm der Fotografin und verließ das Studio, die Fotografin war technisch super,  für meine Freundin fühlte es sich aber einfach nicht richtig an. Und wahrscheinlich wäre es mir auch so gegangen, ich bin eine Löwenmutter geworden und wollte mein Baby nicht hergeben. Als ich Studiofotos von den Babys gemacht habe, war ich innerlich so froh, wenn eine Mama mir ihr Baby in die Hände gelegt hat...weil ich ja weiß, wie ich in den ersten Wochen war. Schräg, oder?
 
3. Ich finde, die meisten Posen sind nicht sicher. Es gibt wirklich wenige Posen, die aus sich heraus sicher sind. Vieles sind Kompositionen. Babys im "Kartoffelsack" hochkant hingestellt sollten immer zwei Bilder sein, die später zusammengesetzt werden. Ich habe aber auch schon bei Instagram Videos gesehen, da wurden die Bilder gemacht, ohne dass das Baby überhaupt gestützt wurde. Man möchte sich gar nicht vorstellen was passiert, wenn es unruhig wird und plötzlich den Kopf nach hinten wirft... Oder die "Froggy Pose", wenn Babys Kopf auf die Hände gestützt wird...diese Sicherheitsrisiken einzugehen sind für mich kein Foto der Welt wert.
 
4. Keinen Stress mehr. Als ich noch Studiofotos gemacht habe, haben alle Stunden investiert, ich, die Eltern, die Geschwister und das Baby. Ich habe endlos lange das Baby beruhigt und versucht es zum Schlafen zu bringen, oder die Posen bis ins letzte perfektioniert, penibel drauf geachtet, dass es auch ständig gesichert ist und alle auf Trab gehalten. Wenn man ein neues Baby hat, ist das Leben gerade sehr, sehr anstrengend, man hat wahrscheinlich viel zu wenig Schlaf bekommen und Mama muss oft noch heilen. Gut jetzt könnte man sagen, dass es auch stressig ist, wenn man für das Fotoshooting zu Hause, alles auf Hochglanz bringen muss...muss man aber nicht, denn es findet sich immer ein Plätzchen mit gutem Licht von dem man ganz schnell störende Kleinigkeiten, die auf dem sein könnten, entfernt. Von den Räumen ist auch immer nur ein winzig kleiner Teil zu sehen und verschwindet in der Unschärfe, wenn Ihr also überlegt Eure Bilder bei Euch machen zu lassen, erliegt nicht der falschen Annahme, dass Ihr picobello aufräumen und putzen müsst. Um Himmels Willen, Ihr habt gerade ein Baby bekommen, das braucht man nicht um zu fotografieren. Einfach alles was stört in einen Wäschekorb, ab damit ins Bad und das war es. 
Ich will meinen Familien zeigen, dass ihre Babys perfekt sind, so wie sie auf die Welt gekommen sind. Sie brauchen keine Rüschen, Schleifen, Hasenohren, Blumen, Bärchenmützen um niedlich und wunderschön zu sein. Sie sind genau richtig, wie sie sind, ob sie wach sind, oder schlafen, ob sie gerade unruhig sind oder entspannt durch die Gegend sehen. Ob sie auf dem Arm sind oder auf dem vertrauten Bett liegen. Ich erwarte nichts. Ich bin innerhalb von 2 Stunden wieder aus der Tür, seit ich Babys nicht mehr pose oder die Varianten mixe. Mehr Zeit für Euch, Euer Baby und Eure Ruhe. 
 
 
 
 
 
 MEIN RESÜMEE: BABYS SIND PERFEKT, WIE SIE SIND
 
Jetzt weißt Du, warum ich mich dafür entschieden habe, die Studiofotografie hinter mir zu lassen, einfach, weil für mich jeder Mensch, egal wie alt er ist, so richtig und perfekt ist, wie er zur Welt gekommen ist, mit all seinen Eigenschaften, die ihn so einzigartig sein lassen. Das gilt es abzulichten, nicht das perfekt dekorierte Baby. 
 
Hab einen schönen Tag, Deine Juliane
 
 

 

 


Lasse ich mein Baby zu Hause oder im Studio fotografieren? Juliane Fieber Photographie

June 03, 2022  •  Kommentar schreiben

 

 

Wo möchte ich mein Baby fotografieren lassen. Zu Hause? Im Studio?

 

Wenn Du gerade auf der Suche nach dem richtigen Fotografen für Deine Bilder bist, dann hast Du bestimmt einige Fragen. Es gibt mittlerweile unzählige Neugeborenenfotografen und jeder hat seine eigenen Stärken, es scheint fast unmöglich, sich zu entscheiden. Die Hauptfrage, die Du Dir vielleicht stellst ist diese

"Möchte ich die Bilder meines Babys zu Hause oder in einem Studio machen lassen?"

Wenn Du Dir diese Frage beantworten kannst, dann bist Du schon ein ganzes Stück weiter. Ich möchte ein paar Gedanken nennen, warum ich mittlerweile denke, dass "Neugeborenenfotos zu Hause" die bessere Wahl sein könnte. Denn auch ich habe viele Babys in meinem Studio fotografiert, die Eltern, samt Geschwistern zu mir kommen lassen und bin wieder bei dem gelandet, was ich am meisten liebe. Bei einer Fotografie, die mehr bei den Menschen ist.

1. Warum Dein Neugeborenes zu Hause fotografieren lassen?

Ich finde Neugeborenenbilder in ihrem eigenen Zuhause wunderbar. Wenn Ihr Euch dafür entscheidet, dann habt Ihr eine sichere, sehr persönliche und authentische Session. Es ist für mich etwas sehr Besonderes, wenn eine Familie mir erlaubt zu ihnen zu kommen um einen Teil ihres Lebens festzuhalten. 

 

2. Es bedeutet, Du musst nichts zusammenpacken

Das ist sehr vorteilhaft, gerade, wenn Du Dein Baby eben erst nach Hause gebracht hast. Die Welt hat sich massiv verändert, Du hast bestimmt wenig Schlaf bekommen und musst Dir keine Gedanken darüber machen, was Du alles zusammenpacken und ins Auto laden musst um in ein Fotostudio zu fahren. 

 

3. Es ist gemütlicher für die ganze Familie, besonders wenn ältere Geschwister da sind

Es ändert alles, wenn ein neues Baby da ist. Egal ob es das erste ist, oder schon andere Kinder da sind, es ist immer eine neue Herausforderung. Bilder zu Hause machen zu lassen bedeutet, dass Du nicht mit der ganzen Familie woanders hinfahren musst und daran denken musst, auch nichts zu vergessen. Wenn ich bei Euch bin, habt Ihr dadurch mehr Zeit als Familie und es ist für Euer Baby gemütlicher mit all den vertrauten Geräuschen und Gerüchen. 

4. Es ist sicher

Du musst Dein Baby nicht an einen anderen Ort bringen. Wenn es schon ältere Geschwister hat, die vielleicht selber eigentlich noch Babys sind, kann man in seinem vertrauten zu Hause besser auf sie achtgeben. Und auch diese sind wesentlich entspannter, wenn sie nicht woanders hin müssen. Ich hatte vor kurzem ein Shooting mit einigen kleinen Kindern in meinem alten Studio, die Eltern waren super entspannt, ich bin es auch und ich hatte alles doppelt und dreifach gesichert. Was eine sehr gute Idee war, denn ab einem gewissen Zeitpunkt sind alle in Bewegung und meist gerade dann, wenn man Mama, Papa und das Baby, oder die Babys fotografieren will. An der Stelle könnte schon der ein oder andere nervöses Augenzucken bekommen. Das ist auch ein Grund aus der eigenen Erfahrung, warum es mit weiteren Geschwisterkindern sicherer und entspannter ist, wenn man in den eigenen Wänden bleiben kann, aber auch ich lerne stets dazu. 

 

5. Wir halten einen wahren Augenblick in Eurem Leben fest

Wenn ich Familien zu Hause fotografiere, kann ich mehr von dem festhalten, was man im Studio so nicht kann. Ihr bekommt Bilder von Euch in Eurem ganz persönlichen Raum, ich nenne es immer die "Familienblase", etwas das Euch als Familie ausmacht, alles ist vertraut, Ihr lebt, lacht und liebt in diesen Räumen. Und Ihr habt ein Leben lang eine Erinnerung an diese, Eure ganz eigene Zeit, die in einem Moment ewig erscheint und im Nu verflogen ist. 

 

Habt einen schönen Tag, Eure Juliane

 

 


 



 

 

 

 

 


Wie bereite ich meine Kinder auf das Shooting vor

June 03, 2022  •  Kommentar schreiben

 

 

Wie bereite ich meine Kinder auf das Shooting vor?

Ich freue mich, dass Ihr hergefunden habt. Vielleicht habt Ihr ein Shooting bei mir, oder bei einem anderen Fotografen gebucht, vielleicht seid Ihr Euch noch nicht sicher, und ich nehme an, dass jetzt auch Gedanken kommen, wie man seine Kids am Besten darauf einstimmt. Ihr investiert Eure Zeit und Euer Geld und möchtet, dass alles so glatt wie möglich läuft, dann hab ich hier ein paar Tipps für Euch um die Kleinen darauf vorzubereiten. Seien wir mal ehrlich, es ist immer ein bisschen wie ein Wundertüte, wie es läuft. Ich hoffe, ich kann Euch hier ein bisschen beruhigen, entspannen und wenn Ihr immer noch grübelt, ob Eure Kinder mitmachen wollen, oder nicht, ob sie sich benehmen werden ... welche Gedanken einen manchmal auch immer einen aufsuchen, wenn man sich vorstellt was alles "schief laufen" kann. Das Wichtigste vorweg: Eure Kinder dürfen so sein, wie sie wollen und worauf sie Lust haben, wie sie sich fühlen, denn in der Lifestyle Fotografie geht es nicht darum, das möglichst perfekt lächelnde Kind festzuhalten, mit guter Laune und perfekt angezogen, es geht darum die Persönlichkeit festzuhalten und alle Facetten zu zeigen, die ein Mensch hat oder haben kann. Und jetzt wünsche ich Dir viel Spaß beim Lesen.

 

 

 

1. Lies als erstes am Besten meinen Blogeintrag zum Thema "Was ziehe ich an", indem Du hier klickst. Das hilft dabei, den Stress aus der Kleiderwahl zu nehmen. Es ist wirklich einfacher, als man glauben mag, wenn man sich selbst treu bleibt. Niemand muss sich mehr für ein Shooting verkleiden oder festlich zurecht machen. Ich hoffe, dass man als erstes die Menschen sieht und nicht, wie sie gekleidet sind.

2.Vertraue Deinem Fotografen. Ich weiß, man fühlt sich plötzlich, als wenn jemand unangekündigt zu Besuch kommt. Man registriert auf einmal all die kleinen Dinge, Socken, die herumliegen, Gläser, Flaschen, Spielzeug, die Zeichnung an der Wand... aber in der Wirklichkeit nimmt der Gast das alles gar nicht wahr, er ist ja gekommen um Euch zu sehen. So ähnlich ist es beim Fotoshooting, Du bist sensibler als sonst, was alles anbelangt, was mit Deinen Kindern zu tun hat. Jedes kleine "Fehlverhalten" registrierst Du deutlicher als sonst, aber ich kann Dich beruhigen, ich sehe es nicht. Wenn Du Dich für Lifestyle Fotografie entscheidest, dann kannst Du Dich entspannen und jeden Wunsch nach Perfektion entschwinden lassen. Ich muss Euch nicht perfekt und in Persil gebadet erscheinen lassen, ich muss Eure Kinder nicht dazu bringen, dass sie sich lieb und brav verhalten, dass sie sich "benehmen", in steifen Posen verharren und mit steifem Lächeln in die Kamera sehen. Das einzige, was ich tun muss, ist zu zeigen, dass Eure Kinder genauso perfekt sind, wie sie sind, mit all ihren einzigartigen Persönlichkeiten. 

 

3. Erzähle Ihnen, was passieren wird. Ich rede mit meinen Kindern auch sehr offen über viele Dinge, kindgerecht, das ist klar, aber ich werfe sie  nicht in unbekannte Situationen. Erzähle ihnen ein paar Tage bevor wir uns treffen, dass eine Freundin kommt und Fotos von Euch allen macht. Erzählt ihnen, dass es lustig wird und das wir viel spielen und Spaß haben werden. Erzähle ihnen, dass diese Freundin auch mal fragt ob sie sich hier und da mal hinsetzen oder hinstellen. Erzähle Ihnen, dass Du sie auf den Bildern haben möchtest und dass es auf jeden Fall nicht lange dauern wird. 

4. ​​Zeige Ihnen alte Familienbilder von Euch, oder von früheren Shootings, wenn sie wissen, dass das kleine Event bedeutet, dass es viele lustige Bilder mit ihnen geben wird, dann freuen sie sich vielleicht noch ein bisschen mehr darauf. Egal ob Ihr die Bilder schon in einem Album habt, oder auf der Festplatte. Meine Kinder lieben es, Fotos von sich selbst zu sehen. Zeigt Ihnen meine "Juliane" Seite, dann ist ihnen mein Gesicht nicht so fremd.

5. Gehe sicher, dass sie genug gegessen haben und sich vorher ausruhen konnten. Im Sommer starten unsere Sessions relativ spät, gegen 19 Uhr, weil wir da einfach das beste Licht haben. Du kannst sie für ein spätes Schläfchen hinlegen und wenn das nicht mehr klappen sollte, sorge dafür, dass am Tag der Fotos so wenig Programm wie möglich auf dem Tagesplan steht. Der Fototermin sollte das Happening des Tages sein. Gib Ihnen ihr Abendbrot vor dem Shooting, damit sie nicht hungrig werden. Hungrige Kinder sind knurrige Kinder, die auf nichts Lust haben werden.

6. Biete Ihnen eine Belohnung, keine Bestechung an. Wenn man als Eltern anfängt zu sagen, vielleicht auch ein bisschen zwischen den Zähnen hervorgespresst. "Erinnerst Du Dich an das Eis, das es eigentlich geben sollte.... ." Das geht meistens nach hinten los. Und ja, ich bekenne mich auch schuldig und hebe die Hand, das mir das auch schon mal passiert, aber es endet meist auch nicht zur Zufriedenheit aller. Macht lieber ein schönes Familienevent draus und sagt, dass Ihr Euch dann am gleichen Tag oder am nächsten Tag noch ein paar Burger, Pizzen, Döner holt, zusammen ins Kino, Theater, Zirkus geht... Familienzeit. Macht ein Erlebnis für Euch alle daraus, bei dem Ihr als Familie gemeinsam Spaß habt und wertvolle Zeit miteinander verbringt. 

7. Ich werde Deinem Kind nicht sagen, dass es lachen soll, muss, sollte ... jetzt aber ... nun lach doch mal .... guck in die Kamera, ja aber lächeln, nicht so ernst......nu guck doch mal und lächel lieb...zeig die Zähne  .... doch nicht so ... sag Spaghettttiiiiiiiiiiiii.....Nein ... Nein .... NEIN oh NEIN. Wenn sie gerade wirklich Spaß haben, werden sie lachen, werden sie wirklich und echt lachen, den Spaß habt Ihr dann miteinander, aber nicht für die Kamera, nicht für die Frau hinter der Kamera, die sie nicht kennen. Wenn Dein Kind eher der nachdenkliche und ernste Typ Mensch ist, dann ist das so ... dann ist es genau richtig so ... einzigartig wie jeder Mensch.

 

8. Ich verspreche Euch, es wird lustig und sehr entspannt, wenn man diese Art zu Fotografieren mag, dann weiß man eigentlich ziemlich genau, was einen erwartet und dass es eher um Emotion statt Perfektion geht. Und das nimmt auf jeden Fall, hoffe ich doch sehr, den inneren Stress weg und gibt einen Anstubser, dass es doch ein sehr lustiges Event werden könnte, egal wie viele kleine und große Kinder man hat. 

 

Habt einen schönen Tag,

Eure Juliane

 

 


 

 

 


What the heck ziehe ich an?

June 02, 2022  •  Kommentar schreiben

 

"WAS ZIEHE ICH AN ZUR FAMILIENSESSION?"

 

Wir haben großartiges Wetter, die Saison startet, Ihr habt Euer Shooting gebucht und jetzt kommt sie, die Frage aller Fragen: "Was ziehe ich an?", "Muss ich mich etwa komplett neu einkleiden?" , "Was darf ich anziehen und was nicht???" ....und glaubt mir, diese Frage stellt wirklich jeder und jetzt freue ich mich, Euch ein paar Kleinigkeiten mit auf den Weg geben zu können an denen Ihr Euch orientieren könnt. Stresst Euch nicht, sich zu überlegen was man anziehen könnte, kann durchaus auch sehr viel Spaß machen und wenn Ihr erst mal gar keine Ideen habt, dann könnt Ihr Euch ja mal mein Pinterest Board ansehen, vielleicht bekommt Ihr da schon eine kleine Eingebung. Und von dem Punkt aus können wir loslegen. 

 

 

 

1.

SEI DU SELBST

 

: das ist wirklich der wichtigste Tipp. Lifestyle Fotografie will echt sein, will authentisch sein. Wenn Du sonst nicht die neueste, supermodische Kleidung kaufst, Tue es nicht. Dein Sohn findet Hemden absolut uncool? Let it go. Und Deine Tochter findet Kleider fürchterlich, dann steck sie nicht in eines. Wenn Ihr eine sportliche Familie seid, dann kleidet Euch so. Das bedeutet natürlich nicht, dass man nicht versuchen soll, sich "gut" anzuziehen, es bedeutet nur, dass man sich in seinem Stil "gut" anziehen kann.

 

 

2. 

AUFEINANDER ABGESTIMMTE, NICHT DIE GLEICHE KLEIDUNG

 

Es gibt nicht viele Gelegenheiten bei denen gleichfarbige Kleidung passt. So verschieden die Charaktere sind, so vielfältig sollten und können auch Muster und Farben sein. Der Klassiker: "Weißes Shirt und Jeans" ist mittlerweile etwas aus der Zeit gefallen. Seid mutig und traut Euch was. Wenn Ihr Euch mit den Farben beschäftig, sucht nach den Farben, die miteinander harmonieren. Muster dürfen auch sein, von kariert bis gestreift ... Abstand würde ich nehmen von zu kleinen und unruhigen Mustern.

 

3.

HALTE DICH FERN VON GRAFIKEN UND LEUCHTENDEN FARBEN
 

Zieht nichts an, das im Schwarzlicht leuchten könnte. Helles Orange, Grün oder Gelb in Neonfarben sorgen dafür, dass die Gesichter in diesen Farben leuchten. Grafiken wie Bandlogos oder Sprücheshirts lenken zu sehr ab.

 

4.

KLEIDUNG MUSS GUT SITZEN

 

Schaut darauf, dass die Kleidung gut passt. Kinder wachsen schnell und auch ich kaufe Kleidung gerne so, dass sie möglichst lange getragen werden kann. Aber umgeschlagene Hosenbeine, aufgerollte Ärmel oder schlabbernde Kleidung sehen auf Bildern nicht gut aus.

 


 

6.

KLEIDET EUCH IN SCHICHTEN 
 

Schichten sehen super aus in Bildern, man kann sie aber eben auch ausziehen, falls es mal zu warm wird. Da gibt es: Schals, Mützen, Hüte, Westen, Strumpfhosen, Blazer, Jacken, Strickjacken
 

7.
MAMA 

 

Es ist Deine Zeit, Du bist endlich mal zu sehen. Kleider sehen immer toll aus, wenn man diese mag, aber auf jeden Fall ein Outfit, in dem Du Dich bewegen kannst und Dich wohl fühlst. Plündere Deinen Kleiderschrank oder geh shoppen. Wähle Deine Kleidung zuerst und stelle  dann die Outfits der anderen Familienmitglieder zusammen. Und wenn Du gar nicht weißt wo Du anfangen sollst, dann kenne ich eine ganz wunderbare Seele, die Dich beraten kann.

 

8.

SCHUHE 
 

und nicht zu vergessen Accessoires. Die beste Kleiderzusammenstellung ist etwas dahin, wenn die Schuhe verschmuddelt sind. Die Schuhe sollten ebenfalls harmonieren. Accessoires könnten zum Beispiel Ketten sein, oder auch Haarbänder.  Wenn Ihr zu Hause aus eine kleine Blumenfee habt, spricht nichts dagegen über einen Blumenkranz nachzudenken. Da kenne ich übrigens auch einen sehr guten Laden.

 


 

9.

PINTEREST 

 

Macht es wie ich, erstellt Euch da eine Pinnwand und lasst Euch von den Vorschlägen inspirieren. Da könnt Ihr noch mal schauen, welche Farben, Muster oder Trends Euch ansprechen. 

10.
 

SCHLUSSWORTE
 

Habt Spaß damit und bleibt Euch selbst treu. Denkt daran, dass "Lifestyle" bedeutet Euch zu zeigen, in Eurem Stil, nicht andere zu kopieren, nur weil man denkt es sei gerade "en vogue". Die Bilder sind für Euch gedacht und nicht dafür, anderen zu gefallen. Es ist kein feierlicher Anlass für den man sich kleidet, oder auch manchmal das Gefühl hat, man müsste sich verkleiden. Ihr werdet in diesen Sachen toben, Euch setzen, legen, schmutzige, kleine Kinderhände haben, die nach Euch greifen, durch Felder laufen ... kleidet Euch so, dass nichts von diesen letzten Gedanken Euch Schweißperlen ins Gesicht treibt. 

 

Eure Juliane

 

 

 

 


 

 



 

 


 

 

 


WAS IST "LIFESTYLE"

June 01, 2022  •  Kommentar schreiben

 

ONKONKEL FAUST SAGT: "AM ANFANG WAR DIE TAT."

 

WAS BEDEUTET: LIFESTYLE FOTOGRAFIE?

 

 

Wie es immer so ist, das Kind braucht einen Namen und das, was man dann darunter versteht ist sehr subjektiv. Es gibt ein Tier, das nennt sich "Schokoladenfruchtzwerg" und ich verrate nicht, was es ist, aber da kommt man nie drauf und wenn man es einmal weiß, wird man es nie vergessen. Versprochen. 

                       

Aber "Lifestyle" hat man schon mal gehört, es wird eh ständig mit Begriffen um sich geworfen, aber irgendwie muss ich meine Arbeit definieren und ich finde es passt ziemlich gut. 

"Lifestyle" hat für mich aber nichts damit zu tun, wie man sich kleidet oder die Wohnung ausgestattet ist, oder ob man dann im Bohogewand zum Shooting erscheint, es sei denn, man lebt und liebt das, dann passt es auch wieder. 

 

 

 

Um auf Onkel Faust zurück zu kommen, das was entsteht, das was passiert ist wichtig, dass was man fühlt, wenn man die Bilder betrachtet, es ist ein Blick ins Leben, es ist wie ein Kinofilm, den man sich anschaut. Ich gehe ins Kino, weil ich berührt werden möchte, gefesselt sein will und wie cool ist das denn, wenn man der Hauptdarsteller ist.

Lifestyle Fotografie hat einen emotionalen Ansatz. Ein Stück Menschsein, Liebe, Familie. Man sieht liebevolle Gesten, Bewegung, Umarmungen, Küsse, Romantik, ein Halten und ganz viel Liebe. Sie erzählt eine Geschichte an einem ganz bestimmten Ort von Menschen, die miteinander verbunden sind. Und endlich, endlich, endlich, kann man auch mal die sehen, die sich sonst hinter der Kamera verstecken. Die Mamas, deren Stärke und Liebe ich so bewundere und zeigen möchte. 

 

 

Lifestyle Fotografie hat nichts mit steifen, langweiligen Porträts zu tun und fängt Eure Persönlichkeit und Eure Liebe ein. Was die Lifestyle Fotografie auch ausmacht ist, dass wenn wir es hinbekommen, dann haben wir mal ein Bild bei dem alle in die Kamera sehen, es ist also eine hervorragende Möglichkeit für alle, die nicht gerne vor der Kamera stehen. Und wenn Ihr Euch fragt, wie denn so ein Shooting abläuft, wo alles so zufällig aussieht und man so viele Momente sehen kann bei dem alle entspannt sind und Ihr aber nicht wisst, wie das denn funktionieren soll. Also ich, ich bin vor der Kamera verloren, ich brauche jemanden der mir sagt wo ich stehe, was ich tun soll, denn das kann ich selbst nicht, mich beobachten, sehen, was gut aussieht oder vorteilhaft. Denn Lifestyle ist alles andere als dokumentarisch. Alles, was Ihr seht ist angeleitet und lässt aber viel Raum um die Bilder mit ganz viel Emotion und Liebe zu füllen. Natürlich entstehen auch manchmal Momente spontan, die ich dann festhalte, aber die sind eher am Ende der Session, wenn ich Euch durch meinen Masterplan geleitet habe und das Allerbeste, ich versuche die Session so kurz wie möglich zu halten, ich war und bin eine Freundin langer Gespräche und Treffen, aber auch ich hab zwei kleine Kinder und weiß, dass nach kurzer Zeit nicht mehr viel Bereitschaft da sein kann mitzumachen. Von daher ist meine Lifestylefotografie auch super mit kleinen Kindern, ich zwinge niemanden zum Stillhalten, Lächeln, in die Kamera sehen, sondern lasse die kleinen, großen Persönlichkeiten durchscheinen. Und selbst wenn die Kleinen mal unruhiger sein sollten und von Anfang an keine Lust haben... das kann man mit Bewegung und Spiel wunderbar umschiffen und so vergisst auch der letzte, dass ich da bin und Ihr bekommt am Ende Bilder von Euch, authentisch, wahr, ungestellt, liebevoll, einzigartig, unverkleidet, die Euch ein Leben lang begleiten.

 


 

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